Bauchgefühle: Intuitions Definition?

Bei dem Wort „Intuition“ denken viele direkt an die weibliche Intuition . „Frauen, die haben da anscheinend so eine „Intuition“, keine Ahnung woher sie kommt, aber sie haben sie wohl.“ Ja, keine Ahnung woher – klingt mysteriös, was?! Und dann steht anscheinend der weiblichen Intuition, die männliche Rationalität gegenüber.

Intuition, laut Wikipedia, die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen zu erlangen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes, also etwa ohne bewusste Schlussfolgerungen. Intuition ist ein Teil kreativer Entwicklungen.“

Satteln wir das Pferd doch kurz von hinten auf: Ich kenne genügend Männer, die eine stark ausgeprägte Intuition haben, auf die sie sich verlassen können. Sie gleicht meiner, die ich wahrlich nicht missen will. Sie ist nämlich meistens plötzlich da, spricht klar und deutlich zu mir, gibt mir eine Richtung bei Dingen vor, die sich gut und richtig anfühlt. Das ist beruhigend. Da ich es nicht anders kenne, weiß ich natürlich nicht, wie es ohne sie wäre.

Sollte man auf sein Bauchgefühl hören?

Fein – und dann bin ich ja auch noch eine Frau – Thema abgeschlossen? Nope! Denn die nächste Frage, die sich stellt: Ist die Intuition auch mein Bauchgefühl? Wissen tu ich es nicht – aber ich sehe sie als solches an. Wenn sich etwas so glasklar anfühlt, betitel ich es meist automatisch mit den Worten „mein Bauchgefühl sagt mir …“ Wenn ich etwas mit Fakten belegen kann, ist es der Verstand, der mich zu einer Entscheidung führt. Abwägungen, Konsequenzen, etc. – alles Dinge, die der Verstand durchgeht, bevor er sich entscheidet. Wenn diese Steps im Körper allerdings nicht abgespielt werden, greift die Intuition, die eine Mischung aus meinem Bauchgefühl und wie einige sagen würden, meinem Herzen darstellt.

Heißt Inuition, dem Herzen zu folgen?

Denn betrachten wir es theoretisch: Unser Herz ist ein reiner Muskel.  Wie soll ein Muskel Entscheidungen treffen? Das funktioniert auch nicht! Entscheidungen und Gefühle entstehen im Kopf – das ist nun mal Fakt. Da das Herz allerdings mit ihm verknüpft ist, unterstreicht es unsere Gedanken, Gefühle und Entscheidungen zusätzlich mit einem Impuls. Es kann sozusagen als eine Entscheidungshilfe angesehen werden. So kommt es auch dazu, dass unser Herz schneller schlägt, wenn wir aufgeregt, verliebt oder ängstlich sind. Kurz zusammengefasst: Der Auslöser dafür passiert bei der Realisierung im Kopf – die Reaktion darauf übers Herz. Beim Bauchgefühl geht’s übrigens auch erst im Kopf los – allerdings wie eine Art Reflex, vielleicht basierend auf Erfahrungen? Aber es verlässt, sofern man dem Gefühl nachgeht, ziemlich schnell den Kopf und gibt uns die Möglichkeiten direkt zu entscheiden. Aus dem Unterbewusstsein. Aus der Intuition heraus.

In meinem Leben unterscheide ich deshalb für mich nur zwischen zwei Arten: Intuition (Gefühlspart) und Rationalität (Verstand). Und hier entscheide ich nicht zwischen Mann und Frau. Lediglich den Menschen an sich. Denn natürlich gibt es Personen, die eine ausgeprägte Intuition haben, auf die Verlass ist, die sie gut zu handeln wissen. Und dann gibt es aber auch unter ihnen welche, die diese Intuition nicht zum greifen kriegen, nicht spüren, übersehen oder gar falsch interpretieren, hören.

Denn von einem bin ich sehr überzeugt: JEDER hat eine Intuition, die nur zu lesen gelernt werden muss. Im ersten Schritt muss sie gehört werden, ihr Raum gegeben werden, egal wie sie klingen mag. Auch wenn sie anders klingt, als das, was man vielleicht gerne hätte, oder erwartet hat. Das „erste Gefühl“, die „erste Entscheidung“ der wir nachgehen wollen, ist die Intuition. Sobald nachgedacht wird, durchgekaut und so weiter und sofort, verschwimmt die Grenze zur Vernunft. Es ist sozusagen manchmal nur ein kleines Zeitfenster, was uns ermöglicht, das innerste, innerste Gefühl zu erahnen, quasi unserem Urgefühl folgen zu können.

Seht es als kleinen Appell, mutig zu sein, auf uns selbst zu hören. Ich möchte damit nicht dazu anregen, jegliche Vernunft über Bord zu werfen – lediglich darauf hinweisen: die Mischung macht’s.

Und seien wir ehrlich: Was wären wir ohne unser Innerstes, ohne das Besondere, was sich manchmal erspüren lässt.

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